Dr. Wilfried Hackmann , Steuerberater und Wirtschaftsprüfer - Springe direkt:

Landwirtschaftsnews

Umsatzsteuer-Durchschnittssätze für Landwirte

Gesetzentwurf der Bundesregierung ...mehr

Neue Umsatzgrenze für die Durchschnittssatzbesteuerung

Änderungen des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses ...mehr

Erbfolge und Erbauseinandersetzung bei landwirtschaftlichen Betrieben

Buchwertfortführung auch bei neuem Verpachtungsbetrieb ...mehr

Unterverpachtung landwirtschaftlicher Flächen

Bestimmung der zutreffenden Einkunftsart ...mehr

Grundstücksentnahme bei Bestellung von Erbbaurechten

Geringfügigkeitsgrenzen der BFH-Rechtsprechung ...mehr

Entschädigung für Kanalbau

Steuerliche Behandlung von Entschädigungszahlungen ...mehr

Selbstnutzung und Verpachtung von Jagdbezirken

Umsatzsteuerliche Behandlung der Jagdgenossenschaften ...mehr

Umsatzsteuer-Durchschnittssätze für Landwirte

Frau

Durchschnittssatzbesteuerung bei Umsatzsteuer

Landwirtinnen und Landwirte können die Umsatzsteuer auf ihre Erzeugnisse nach Durchschnittssätzen berechnen und erheben (§ 24 Umsatzsteuergesetz-UStG). Der besondere Durchschnittssatz gilt für alle Dienstleistungen und Erzeugnisse, die auf dem Landwirtschaftsbetrieb mit Hilfe der dort beschäftigten Arbeitskräfte erbracht werden. Ausgenommen ist u.a. die Herstellung alkoholischer Getränke (Umsätze aus Schnapsbrennerei).

Jährliche Anpassung des Durchschnittssteuersatzes

Bislang gilt für solche Umsätze ein fixer Durchschnittssatz von 10,7 %.
Für die Lieferung von forstwirtschaftlichen Erzeugnissen gilt ein fixer Satz von 5,5 %. Ab 2022 wird der Durchschnittssatz für die übrigen Umsätze in regelmäßigen Abständen neu ermittelt und angepasst. Die Einführung flexibler Prozentsätze geht auf unionsrechtliche Vorgaben zurück. Ein zu hoher Durchschnittssatz ist nämlich nach Unionsrecht nicht zulässig und führt außerdem zu Steuerausfällen. Nach einer verbindlichen Regelung im Jahressteuergesetz 2020 muss die Bundesregierung die Höhe der Vorsteuerbelastung der Pauschallandwirte anhand statistischer Unterlagen regelmäßig prüfen und ggf. entsprechend anpassen. Hierzu prüft die Finanzverwaltung die Durchschnittssätze jährlich und schlägt dem Gesetzgeber soweit notwendig eine Änderung der Durchschnittssätze vor.

Gesetzentwurf

Nach dem Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben im Umsatzsteuerrecht soll der Durchschnittssatz aus dem Verhältnis der Summe der Vorsteuern zu der Summe der Umsätze aller Unternehmer, die ihre Umsätze nach Durchschnittssätzen versteuern, ermittelt werden. Als Vergleichszeitraum gilt ein Zeitraum von drei Jahren (§ 24 Abs. 5 UStG i.d.F des Gesetzentwurfs).

Durchschnittssatz 2022

Den Vorgaben des Unionsrechts Rechnung tragend hat das Bundesfinanzministerium den Durchschnittssatz für Pauschallandwirte für das Jahr 2022 auf einen Satz von 9,5 % festgesetzt (§ 27 Abs. 36 UStG i.d.F. des Gesetzentwurfs). Der Steuersatz für die Lieferung von forstwirtschaftlichen Erzeugnissen (§ 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG) bleibt wie bisher bei 5,5 %.

Stand: 26. November 2021

Bild: countrypixel - stock.adobe.com

hCards

Dr. Wilfried Hackmann
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Wilfried Hackmann Steuerberater und Wirtschaftsprüfer work Bahnhofstraße 61 65185 Wiesbaden Deutschland work 0611 – 26768 - 0 fax 0611 – 379589 www.hackmann-stb-wp.de
Atikon
Atikon, work: Kornstraße 15, 4060 Leonding, Österreich, work: +43 732 611266 0, fax: +43 732 611266 20