Dr. Wilfried Hackmann , Steuerberater und Wirtschaftsprüfer - Springe direkt:

Landwirtschaftsnews

Grundstück mit Weihnachtsbaumbepflanzung

Kaufpreis-Teilentgelte für Aufwuchs auf einem Grundstück nicht grunderwerbsteuerpflichtig ...mehr

Umsatzgrenze für Durchschnittssatzbesteuerung

Durchschnittssatzbesteuerung für Umsätze aus Landwirtschaft seit 2022 an Umsatzgrenze gebunden ...mehr

Regelbesteuerung oder Durchschnittssätze?

Durchschnittssatzbesteuerung für Umsätze aus Landwirtschaft seit 2022 an Umsatzgrenze gebunden ...mehr

Aufbewahrungsfristen 2022/2023

Welche Steuerbelege und sonstigen Unterlagen zum 31.12.2022 vernichtet werden können ...mehr

Jägerprüfung als Zweckbetrieb

Warum ein gemeinnütziger Naturerhaltungsverein Jägerprüfungen steuerfrei durchführen darf ...mehr

Landwirtschaftliche Kleinbetriebe

Bewirtschaftete Flächen über 3000 qm gelten in der Regel als Landwirtschaftsbetrieb ...mehr

Ersatzbeschaffungsrücklagen auflösen

Reinvestitionsfristen für vor Beginn der Coronapandemie gebildete Ersatzbeschaffungsrücklagen nochmalig verlängert ...mehr

Regelbesteuerung oder Durchschnittssätze?

Illustration

Durchschnittssatzbesteuerung

Landwirtinnen und Landwirte können ihre im Rahmen ihres land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausgeführten Umsätze mit einem Durchschnittssteuersatz von 9,5 % (in 2022) versteuern, wenn der Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als € 600.000,00 (für Umsätze ab dem 1.1.2022) betragen hat (§ 24 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz/UStG). Korrespondierend können Pauschallandwirte eine Vorsteuerpauschale in Höhe desselben Prozentsatzes geltend machen. Es entsteht keine Umsatzsteuerzahllast und es entfällt die Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen. Denn die Vorsteuer wird nach demselben Prozentsatz vom Umsatz angesetzt wie der jeweilige Durchschnittssatz.

Herabsenkung der Vorsteuerpauschale

Mit dem achten Gesetz zur Änderung von Verbrauchsteuergesetzen (BGBl 2022 I S. 1838) senkte der Gesetzgeber erneut den Durchschnittssatz und korrespondierend die Vorsteuerpauschale für die Pauschallandwirte mit Wirkung vom 1.1.2023 von bisher 9,5 % (in 2022) auf 9 %. Grund ist die alljährliche Überprüfung des Durchschnittssatzes durch das Bundesfinanzministerium.

Pauschalierung weiter sinnvoll?

Die Absenkung des Durchschnittssatzes führt bei Landwirtinnen und Landwirten regelmäßig zu Einkommenseinbußen. Landwirtinnen und Landwirte sollten angesichts der Absenkung der Vorsteuerpauschale von – ursprünglich – 10,7 % (vor 2022) auf 9 % ab 2023 sowie wegen der aktuell anfallenden erheblichen Energiekosten prüfen, ob eine Option zur Regelbesteuerung sinnvoll ist (zur Antragsfrist siehe Artikel Umsatzgrenze für Durchschnittssatzbesteuerung).

Stand: 28. November 2022

Bild: Countrypixel - stock.adobe.com

hCards

Dr. Wilfried Hackmann
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Wilfried Hackmann Steuerberater und Wirtschaftsprüfer work Bahnhofstraße 61 65185 Wiesbaden Deutschland work 0611 – 26768 - 0 fax 0611 – 379589 www.hackmann-stb-wp.de
Atikon
Atikon, work: Kornstraße 15, 4060 Leonding, Österreich, work: +43 732 611266 0, fax: +43 732 611266 20